

Energie-Wende Mehr Kaufkraft für die Region Landkreis Cham e.V.
wurde 2019 von 13 engagierten Bürgern gegründet um die 27. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Solar-Initiativen zu organisieren und durchzuführen.
Ziel des Vereins ist es neben der Kaufkraft der Region auch die regionalen Wertschöpfung zu steigern. Es geht also nicht nur darum wirtschaftliche Potenziale zu erschließen, sondern auch darum unsere lebenswerte Region zu erhalten.
Die Vereinssatzung nennt daher als erstes Ziel die lebenserhaltende Natur, Luft, Boden und Wasser nachhaltig vor weiteren schädlichen Umwelteinflüßen zu schützen. Denn nur dadurch wird allen Lebewesen die Möglichkeit gegeben, auch weiterhin auf dieser Erde existieren zu können.
Umweltschutz ist zu einer Existenzfrage für die Menschheit geworden.
An jedem ersten Mittwoch im Monat um 19:00 Uhr trifft sich im Radl Cafe in Arnschwang der "Energiewende-Stammtisch", der 2016 vom damaligen Arnschwanger Energy-Scout Johann Christl in Zusammenarbeit mit dem Zukunftsbüro des Landkreises Cham initiiert wurde und 2018 mit dem Bürgerenergiepreis der Bayernwerk AG ausgezeichnet wurde.
Neben interessanten Referenten wird hier einfach über verschiedene Themen zur Energiewende gesprochen. Dabei sind wir parteipolitisch neutral, jeder kann seine Meinung äßern ohne in eine Ecke gestellt zu werden. Jede Diskussion wird respektvoll geführt, jeder Gast ist herzlich wollkommen!
Mittwoch, 06. Mai 2026
Thema noch offen....
Die Energiewende ist ein komplexes Thema mit unendlich vielen Komponenten, die neuesten Meldungen bei uns:
Veranstaltungen
Der gemeinnützige
Der Verein wurde 2019 von 13 engagierten Bürgern gegründet um die 27. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Solar-Initiativen zu organisieren und durchzuführen.
Ziel des Vereins ist es neben der Kaufkraft der Region auch die regionalen Wertschöpfung zu steigern. Es geht also nicht nur darum wirtschaftliche Potenziale zu erschließen, sondern auch darum unsere lebenswerte Region zu erhalten.
Die Vereinssatzung nennt daher als erstes Ziel die lebenserhaltende Natur, Luft, Boden und Wasser nachhaltig vor weiteren schädlichen Umwelteinflüßen zu schützen. Denn nur dadurch wird allen Lebewesen die Möglichkeit gegeben, auch weiterhin auf dieser Erde existieren zu können.
Umweltschutz ist zu einer Existenzfrage für die Menschheit geworden.


Aktuelle Vereinstätigkeiten
Protokoll der
Samstag, 15.11.2025 um 15:00 Uhr im
Radl Cafe, Arnschwang Dorfplatz 1c
17.10.2025
103. Energiewende-Stammtisch

Begrüßen konnte Organisator Johann Christl unter den vielen Anwesenden erstmals einen Bürgermeister aus dem Landkreis Cham, Stefan Baumgartner aus Chamerau und den zukünftigen Arnschwanger Bürgermeister Alois Heitzer, der bereits mehrmals anwesend war.
1. Bürgermeister Stefan Baumgartner stellte sein Projekt eines Wasserkraftwerks, das er bereits seit einigen Jahren verfolgt, vor. Aber nicht, ein Wasserkraftwerk, wie man es kennt, sondern ein sog. Schachtkraftwerk! (Video hier)
In seiner Präsentation und einem kurzen Video stellte er sehr ausführlich, detailliert und sehr engagiert das Projekt der Schachtkraftwerke vor.
Bereits vor drei Jahren nahm er sich des Projekts an und suchte sich einen Planer. Gefunden hat er einen pensionierten Professor der Technischen Universität München. Der hat das Konzept der Schachtkraftwerke entwickelt und an der Loisach schon realisiert. Eine Delegation aus Chamerau war bereits vor Ort. Da sind die Voraussetzungen genau dieselben wie bei uns, zieht Baumgartner den Vergleich. Die Schachtkraftwerke würden also auch am Regen funktionieren, sind der Rathauschef und der Experte überzeugt.Die beiden geplanten Schachtkraftwerke würden zwei Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren, was für ca. 800 Haushalte reichen würde.
Jedoch hat der Bürgermeister mit den Unwägbarkeiten des Verwaltungsapparates zu kämpfen.
Nachdem der Regen die Gemeinde durchquert, liegt die Idee erneuerbaren Strom 24/7 mit einem Wasserkraftwerk zu erzeugen auf der Hand. Vor allem ist die Wasserkraft grundlastfähig, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, fließt das Wasser trotzdem den Regen nach unten. Eine saubere Energie, die Baumgartner nutzen will.
Eine Bürgergenossenschaft soll gegründet werden, deren Anteilsscheine vor allem die Chamerauer kaufen können und so vom Ertrag profitieren.
Die Aufgeschlossenheit im Ort ist groß. "Ich habe noch keinen gehört, der was dagegen hat. Ganz im Gegenteil, ich werde ständig gefragt, wann es jetztendlich losgeht", versichert der Bürgermeister. An ihm liegt’s nicht, dass drei Jahre außer Gutachten und Stellungnahmen nichts passiert ist. "Das macht einen mürbe", bekennt der 48-Jährige, der noch immer an sein innovatives Vorzeigeprojekt glaubt. Herr des Genehmigungsverfahrens ist das Landratsamt Cham. "Von dort erfahre ich viel Unterstützung", versichert Baumgartner.Aber damit die Behörde einen rechtssicheren Genehmigungsbescheiderlassen kann, der notfalls auch vor Gericht Bestand hätte, braucht es die nötigen einvernehmlichen Stellungnahmen der Fachbehörden.Doch beim Wasserwirtschaftsamt sind Zweifel zu hören. Nicht wegen des Hochwassers, dafür hat Baumgartner längst hydraulische Gutachten, die belegen, dass sich über die Schachtkraftwerke der Abfluss im Falle eines Falles sogar besser regeln, ließe als bislang. Auch die Fischer hofft Baumgartnerbefriedet zu haben, mit einer neuen Fischaufstiegshilfe. An die Bootsfahrer hat Baumgartner ebenfalls gedacht. Sie bekommen eine neue Wanne, um unfallfrei nach unten zu rutschen.Was die Herren des Wasserwirtschaftsamts zweifeln lässt, ist das geplante Plus von 30 Zentimetern bei der Wehr-Höhe. Das wird gebraucht, da ansonsten das Wehr trockenlaufen würde. Und, dass das Wasser über die Wehrstufe fließt, ist ortsbildprägend, deshalb gibt es in diesem Punkt keine Kompromisse. An der Optik soll sich nämlich nicht viel verändern. Die Schachtkraftwerke laufen unterirdisch. Wer im Biergarten sitzt und auf den Fluss blickt, soll weiterhin das über die Steinbrocken plätschernde Wasser sehen. Nur eben, dass hinter der Wehrkante und den Steinbrocken eine Betonwand das Wasser anstaut.
Die soll dafür sorgen, dass das Wasser nicht durchs Wehr sickert, sondernzu den zwei Schächten geleitet wird, dort mindestens zwei Meter tief nach unten fällt und die beiden Turbinen antreibt. Dort wird Wasserkraft zu Strom umgewandelt. Zusätzlich gibt es einen weiteren positiven Synergieeffekt. Mit einem in die Betonwand integrierten Wärmetauscher und einer Großwärmepumpe kann dem Wasser Wärme entzogen werden. Damit besteht die Möglichkeit umliegende Gebäude über ein Wärmenetz im Winter zu beheizen und im Sommer zu kühlen, was zusätzliche Kosten spart und die Amortisationszeit erheblich verkürzt.
Anfang Februar hat wieder ein Erörterungstermin stattgefunden. Und wieder äußerten die Wasserrechtler Bedenken. Nun fordert die Fachbehörde eine umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfung. über immer weitere Stolpersteine ärgert sich Baumgartner. Nach § 2 EEG 2023 und einem EUGH-Urteil, liegen die Errichtung und der Betrieb von Erneuerbare-Energien-Anlagen im überragenden öffentlichen Interesse und dienen der öffentlichen Sicherheit. Bis die Stromerzeugung in Deutschland nahezu treibhausgasneutral ist, sollen die erneuerbaren Energien als vorrangiger Belang in die Schutzgüterabwägungen eingebracht werden.
Aber diese rechtlichen Vorgaben sind für Verwaltungsbehörden Neuland und sie beachten nur ihre jeweiligen Zuständigkeiten, was rechtlich nicht zulässig ist. Die neue Rechtslage müsste erst in einem Gerichtsverfahren durchgesetzt werden.Baumgartner hat Sorge, dass ihm die Baukosten davonlaufen, je mehr Zeit vergeht. Schon jetzt rechnet er mit Kosten von mehreren Millionen Euro.Baumgartner gibt aber noch nicht auf, da bereits zu viel Zeit, Energie und Geld investiert wurde. 2026 soll nun eine endgültige Entscheidung fallen. Deshalb hat er mit den Staatsministern Hubert Aiwanger und Thorsten Glauber einen gemeinsamen Termin organisiert. Diese könnten ihre jeweiligen untergeordneten Behörden anweisen, unter Berücksichtigung der geltenden rechtlichen Vorgaben, wozu auch § 2 EEG 2023 gehört.
Dieses Projekt ist durch die Synergien ein Leuchtturmprojekt, was Nachhaltigkeit und Innovation betrifft. Es muss unbedingt umgesetzt werden.
Solche Projekte sind unbedingt notwendig, um Deutschland unabhängig von unsicheren Energieimporten zu machen und dürfen nicht durch Verwaltungsbeamte, die nicht über ihren Horizont hinausblicken verhindert werden.
Konzept der Schachtkraftwerke
Interessante
rund um die Energiewende. In externen Links auf die ehemalige Vereinshomepage. Nach und nach werden die Listen übertragen und sind dann hier direkt abrufbar.
Best of ..
Links die sich immer wieder lohnen und nicht in der Vielfalt versinken sollen: